Arbeitsschuhe Definition

Definition Arbeitsschuhe

Einteilung und Aufbau von Arbeitsschuhen

Arbeitsschuhe gehören zur Schutzkleidung und unterliegen dadurch bestimmten Sicherheitsvorschriften. Sie werden in der Regel als Halbschuhe oder Stiefel angeboten. Man unterteilt sie in Sicherheitsschuhe, Schutzschuhe und Berufsschuhe, wobei an die Sicherheitsschuhe die höchsten Ansprüche gestellt werden. Das Obermaterial von Arbeitsschuhen besteht meist aus Leder, die Sohle aus Gummi, PU oder thermoplastischen Isomeren. Viele Arbeitsschuhe haben eine Zehenschutzkappe aus Metall oder Kunststoff, die einer Einwirkung von 100 – 200 Joule standhalten muss. Aber es sollen nicht nur die Zehen geschützt werden, sondern viele Schuhe reichen bis über die Knöchel und geben so dem Fuß einen stabilen Halt. Dadurch schützen sie das Fußgelenk vor dem Umknicken und beugen auch Brüchen, Sehnen- und Bänderverletzungen vor.

Anforderungen an Arbeitsschuhe

Die Anforderungen an Arbeitsschuhe werden von den Berufsgenossenschaften vorgeschrieben.
Die Klassifizierung richtet sich nach der entsprechenden Berufsgruppe und dem jeweiligen Arbeitsbereich. Es gelten bestimmte Grundanforderungen mit spezifischen Zusatzanforderungen. Grundsätzlich müssen Arbeitsschuhe der DIN GUV-R-191 entsprechen. Zusatzanforderungen wie Rutschhemmung, Durchtrittsicherheit gegenüber scharfen oder spitzen Gegenständen, Energieaufnahme im Fersenbereich, schwer entflammbar, wasserdicht, Chemikalien gegenüber resistent und vieles mehr richtet sich nach dem Einsatzbereich wie Feuerwehr, Rettungsdienst, Industrie oder Landwirtschaft. Auch für Krankenhauspersonal oder auch Köche sind Arbeitsschuhe mit bestimmten Eigenschaften vorgeschrieben.

Beschaffung von Arbeitsschuhen

Häufig werden Arbeitsschuhe vom Unternehmen selbst zur Verfügung gestellt oder es wird zumindest ein Zuschuss bei der Anschaffung gewährt. Gute und moderne Arbeitsschuhe müssen der Sicherheitsnorm entsprechen, sollen aber auch bequem für den Träger sein. Dies ist heutzutage vereinbar durch atmungsaktive Materialien, Innenpolsterung und geringes Eigengewicht. Auch gibt es heute viele verschiedene Modelle von unterschiedlichen Herstellern, sodass sich für jeden der passende Schuh finden lässt. Es liegt im Sinne des Arbeitgebers, seine Mitarbeiter zu schützen und die Anforderungen der Berufsgenossenschaft zu befolgen. Werden bei einem Unfall die vorgeschriebenen Arbeitsschuhe nicht getragen, kann der Versicherungsschutz verloren gehen und es zu einem Ausfall des Schadensersatzes kommen.